Marktkirche St. Jacobi Einbeck:

Bei der St. Jacobi Kirche in Einbeck handelt es sich um eine Kirche im gotischen Stil am Westende des Marktplatzes, weshalb die Kirche auch „Marktkirche“ genannt wird. Der Kirchenturm ist 65m hoch und dabei 1,57m aus dem Lot, sodass die Sanierungsarbeiten eine besondere Herausforderung darstellten. Die Durchführung der kompletten Restaurierung der St. Jacobi Kirche in Einbeck wurde in vier Bauabschnitten von 2010 bis 2014 von der Bachmann & Wille GmbH durchgeführt.

Projektaufgaben

– Wiederherstellung der Wasserläufigkeit
– Erneuerung und Ersatz morbider Sandsteine
– Austausch der schädlichen Zementfugen durch Kalkmörtel
– Entfernung aller zementhaltigem Mörtel aus den 70-80ern
– Wiederherstellung und Austausch von Massivstücken
– fünf von acht Maßwerken des Oktogons wurden komplett erneuert und in unserer Werkstatt gefertigt
– Vierungen und Ergänzungen von Fehlstellen
– Rekonstruktion der historischen Sonnenuhr

Auftraggeber

Ev.- luth. Kirchengemeinde Einbeck/St. Jacobi

Bauleitung durch die das Amt für Bau- und Kunstpflege Hildesheim, Hr. Holst

Detaillierte Projektbeschreibung

Die Marktkirche St. Jacobi in Einbeck ist eine evangelisch-lutherische Pfarrkirche am Westende des Marktplatzes. Das gotische Gebäude mit schlankem Westturm wurde aus Buntsandstein erbaut.
Der 65 Meter hohe, stark nach Westen geneigte Kirchturm erhielt 1741 eine erste barocke Stützfassade. Trotzdem steht der Turm heute noch etwa 1,50 Meter aus dem Lot und ist als „Schiefer Turm von Einbeck“ bekannt. Eine weitere Turmsanierung erfolgte 1855/56 und im 19. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff und -innere zweimal grundlegend saniert. Vor 1826 wurde am Ostgiebel eine Sakristei angebaut, weiterhin erhielt er nach Entwürfen von Conrad Wilhelm Hase zwei Strebebögen. 1912 wurden die drei Fenster der Ostwand farbig verglast. Schäden an der Fassade, die auf mangelhafte Arbeiten in den 1970er Jahren zurückzuführen sind, veranlassten ab 2011 eine weitere grundlegende Sanierung des Turms, die 2014 abgeschlossen wurde. Die Sanierungsarbeiten werden von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (KiBa) gefördert.
Ausgeführt werden die Arbeiten von dem Natursteinbetrieb Bachmann & Wille aus Göttingen.